Einträge mit dem Tag ‘fat acceptance’


Aktivismus gegen Dickenfeindlichkeit

27. März 2012 von Magda

“Fett sein ist schlecht für deine Gesundheit, führt automatisch zu Diabetis und kann dich sogar umbringen!” so oder so ähnlich lauten einige der bekannten Mythen, denen wir alle – aber insbesondere dicke und fette Menschen - ausgesetzt sind. Die feministische Fat Acceptance Forscherin und Aktivistin Cat Pause aus Neuseeland will mit diesen Mythen aufräumen und die Diskussionen zu Körper, Körpergewicht und Ernährung weg von klischeehaften Annahmen und falschen Fakten in Richtung Körperakzeptanz und Kampf gegen Beleidigungen und Diskriminierung ändern. Anfangen kann mensch damit, den eigenen Körper nicht nur zu akzeptieren, sondern auch zu mögen. So fasste Cat es in ihrer Radioshow einmal schön zusammen: “Every act of liking yourself is revolutionary” (zu deutsch: “Jedes Mal, wenn du dich selbst magst, ist das eine revolutionäre Handlung”). Im folgenden (englischsprachigen) Video werden Cat und andere Aktivistinnen und ihre Arbeit vorgestellt.

Danke an 56 für den Hinweis im Selbermachsonntag.


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Ja, es schmeckt. Na und?

5. Dezember 2011 von Magda

Glücklich kauend stehe ich am Buffet und greife nach dem zweiten Schnittchen.

„Na, Ihnen schmeckt es aber!“
„Nach dem zweiten Stück Torte passt der Badeanzug aber nicht mehr!“
„Keine Angst, das Essen läuft nicht weg!“
„Hast du schon wieder Hunger?!“

Dies sei nur ein kleiner Ausschnitt der Sprüche, die ich schon so oder so ähnlich von (mir teilweise unbekannten!) Menschen zu unter­schied­lichen Zeiten meines Lebens gehört habe. Als eine, die die meisten wohl als „über­gewichtig“ oder zumindest pummelig be­zeichnen würden, habe ich mein Leben lang ein ganzes Reservoir an Kommentaren sammeln dürfen. Nicht gerade eine Sammlung, die mein Sammlerinnen-Herz höher schlagen lässt.

Klar könnte ich darüber hinwegschauen und einen Witz machen, um die lustige Dicke zu mimen. Ich könnte es auch wiederholt als individuelles Erlebnis abtun und die Angelegen­heit bis zum nächsten Eisessen vergessen. Ich könnte meine eigenen Problemchen hinten anstellen und denken: Andere leiden auch, aus unter­schied­lichsten Gründen. Doch zurück bleibt der fade Nach­geschmack, wieder bewertet, ver­glichen und ab­geurteilt zu werden.

Und ich weiß: Es hat System das Ess­verhalten und die Körper von Menschen zu bewerten. Mit Blicken, Gedanken, Worten. Und wenn es nicht die anderen machen, kommen Praxen von Selbst­regierung ins Spiel. Viel­leicht, um uns beschäftigt zu halten. Als dicke Frau komme ich mir manchmal vor wie öffentliches Gut, deren Ess­verhalten von allen be­sprochen werden darf. Manchmal initiiere ich dumme Witze sogar selbst. Ich hasse die Norm, aber ich lebe sie auch selbst.

Klar, über Essen reden sowieso alle. Eigent­lich immer. Der Mittags­tisch ist eine einzige Sündenhölle. Ein Nachschlag Nudeln, obwohl sich das Bäuch­lein schon wölbt? Ein weiteres Löffelchen Braten­sauce? Wirklich? OBWOHL ES NOCH KUCHEN GIBT!? Manch eine_r setzt sich an den liebevoll gedeckten Tisch und redet – kauend! – über nichts anderes als Kalorien, Gewicht und Fett­anteil. Und über das nächste von Kohle­hydraten befreite Essen, das man doch mal zu­be­reiten könnte.

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Burka- und Sexverbote: Die Woche im Rückblick

9. Februar 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 93 von 153 der Serie Kurz notiert

Laut jetzt.de plant Hessen, die Vollverschleierung im öffentlichen Dienst zu untersagen. Auslöser dafür ist eine Angestellte der Stadt Frankfurt, die mit Vollverschleierung im Bürgeramt arbeiten wollte, mittlerweile aufgrund der Restriktionen das Arbeitsverhältnis beendet hat.

Die pakistanische Schauspielerin Veena Malik kämpft unterdessen für das Recht muslimischer Frauen, die Kleidung zu tragen, die sie tragen wollen – ob Burka oder Jeans. Sie selbst wurde schon beschimpft, nachdem sie sich in Shorts öffentlich zeigte, so die Daily Mail.

Jessica Valenti, eine der Gründerinnen von feministing.com, verabschiedet sich von Feministing und wird sich in Zukunft um andere Projekte kümmern.

Auf ichschwoersdir findet ihr ein interessantes Video zum ökonomischen Ist-Zustand von Frauen weltweit.

Queer.de berichtet von einem menschenverachtenden Gerichtsurteil in Großbritannien, welches einem 41-Jährigen aufgrund eines “zu niedrigen” Intelligenzquotienten Sex verbietet. Daraufhin musste er eine Beziehung zu einem anderen Mann beenden. Das Gericht erlaubte dem Verurteilten in zwei Zimmern seiner Sozialwohnung zu onanieren.

Das Bitch Magazine ließ uns in der vergangenen Woche unsere Vorstellungen über Porno und Körper überdenken und ermutigt, sich einen sogenannten Fat Porn anzusehen. Warum? Weil dicke Menschen selten mit den Attributen erotisch und sexy assoziiert werden.

Amira El Ahl beleuchtet für die Welt die Arbeit der ägyptischen Frauen während der Proteste gegen das Mubarak-Regime: “An den Zugängen zum Tahrir-Platz lässt sich die resolute Art der ägyptischen Frau wunderbar beobachten. Angst scheinen die Frauen hier nicht zu kennen. Hausfrauen, Studentinnen und Intellektuelle, Verschleierte und Unverschleierte stehen Wache und schrecken vor keiner Handgreiflichkeit und lautstarken Auseinandersetzung zurück, um für Ordnung und Sicherheit auf dem Platz zu sorgen.”

Auf prospect.org wird eine neue Initiative vorgestellt, die erstmalig Zahlen zusammenträgt, in welchem Umfang sich Transgender Diskriminierung ausgesetzt sehen.

Ebenfalls auf prospect.org stellt Autorin Ann Friedmann die Frage, warum wir rechtliche Abstufungen im Hinblick auf Vergewaltigungen nicht akzeptieren, die im Bereich von Abtreibungen hingegen schon.

Sonia Sotomayor, die erste Latina im US-amerikanischen Supreme Court (wir berichteten), sprach auf einer Veranstaltung in der University of Chicago über ihre Arbeit gegen Diskriminierung und ihre Rolle als Repräsentantin der sogenannten Triple Oppression von Race, Class und Gender.

News.at berichtet vom Fall einer 27-Jährigen aus Nigeria, die nach jahrelanger Zwangsprostitution in Österreich in ihr Heimatland abgeschoben wurde. Die Täter sind weiterhin auf freiem Fuß.

Geschlechtersegregation im Internet: “Der digitale Graben verläuft auch zwischen Männern und Frauen, viele Kommentarbereiche im Netz sind in Männerhand. Für Projekte zur Mitbestimmung ist das ein Problem”, konstatiert die ZEIT.

Das Satire-Magazin Extra 3 hat sich in die Niederungen des Frankfurter Bankenviertels begeben und Banker zur Frauenquote befragt.

Queer/feministische Termine für diesen Monat findet ihr in unserer Übersicht für Februar, die ihr gern in den Kommentaren weiter ergänzen dürft. Wir suchen übrigens für den kommenden Monat wieder queer/feministische Partys, Proteste, Lesungen, Filme, Aktionen… Veranstaltungshinweise könnt ihr über unser Kontaktformular an uns senden, auf unsere Facebook-Wall posten oder per Twitter an @grrrls_team schicken.


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Engagement gegen den Schlankheitswahn

21. Januar 2011 von Helga

Ob Titelbilder von Fernsehzeitschriften oder Werbeplakate für Elektronikfachhandel, alles wird verkauft mit Frauenkörpern. Schlanken Frauenkörpern wohlgemerkt. Wie frau einen solchen bekommt, steht dann im Frauenmagazin daneben. In Wien leistet seit über einem Jahr eine Frauengruppe Widerstand – die ARbeitsGEmeinschaft dicker Weiber.

Vier Frauen der ARGE Dicke Weiber posieren beim Workshop für die Kamera, lachend und die Arme zur Kamera gestreckt, auf einem Bein stehend

© ARGE Dicke Weiber

Wie kam es zur Gründung der ARGE Dicke Weiber?

Als engagierte dicke Frauen und Lesben schlossen wir uns zusammen, um gemeinsam auf die zunehmende Diskriminierung aufgrund des Gewichts hinzuweisen. Wir sind tief betroffen und wütend über den immensen Druck, der auf dicke Menschen ausgeübt wird, und wir wollen uns gegen diesen Schlankheitsterror wehren. Wir wollen mit unserer selbstorganisierten Initiative dicken Frauen und Mädchen Mut machen, uns politisch mit dem Thema auseinandersetzen und Aktionen durchführen.

Wie sieht Euer Engagement konkret aus?

In Anlehnung an “Fat Liberation Movement” in den USA, wo schon in den 1970er Jahren “Fat Activist”-Gruppen entstanden, wollen wir mehr sein als reine Selbsthilfe. Wir verstehen uns als Teil einer weltweiten Dickenbewegung, die angetreten ist, die Dickenfeindlichkeit in dieser Gesellschaft zu beenden. Unsere Strategien dazu sind: Stärkung des Selbstbewusstseins, Selbstermächtigung, politische und persönliche Reflexion und Auseinandersetzung sowie Öffentlichkeitsarbeit, Aktivismus und jede Menge Spaß. Konkret treffen wir uns zweimal im Monat zum persönlichen Erfahrungsaustausch in der Gruppe, wir organisieren Veranstaltungen wie Diskussionen und Filmabende, schreiben Texte, produzieren und sammeln dickenfreundliches Bildmaterial, sind bei Frauendemos mit Redebeiträgen und Transparenten präsent (8. März und 25. November) und vieles mehr.

Plakat mit einer Nana und der schwarzen Aufschrift: Auf DIÄTEN pfeifen, den Schlankheitswahn angreifen! ARGE Dicke Weiber - Hinter und neben dem Plakat stehen Frauen der ARGE

© ARGE Dicke Weiber

Was habt ihr schon erreicht?

Die Stärkung des Selbstbewusstseins ist bei jeder einzelnen Frau, die mitmacht, wirklich augenfällig und spürbar. Viele von uns gehen nach langer langer Zeit wieder schwimmen, tragen keine alles verhüllenden Kleidungsstücke mehr, wehren sich gegen Beschimpfungen und dickenfeindliche Äußerungen und schenken sich selbst endlich (wieder) den Respekt und die Liebe, die wir uns solange vorenthalten haben. Dies ist ein sehr wichtiger erster Meilenstein, denn ohne Selbstbewusstsein ist es als dicke Frau so gut wie unmöglich „Dickenpolitik“ zu machen.
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Fleißige Ladies im Web: Die Blogschau

2. Oktober 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 51 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Anne Roth twitterte Anfang der Woche, dass die Heinrich Böll-Stiftung zur “gänzlich frauenfreien Netzpolitikveranstaltung” lädt. Ein paar Tage später konnte man doch ein paar Frauen unter den Referent_innen finden. Anne Roth resümiert in einem späteren Blogartikel:

Natürlich gibt es ausreichend Frauen, die zu den Themen etwas sagen können. Sicher weniger als Männer, aber auf jeden Fall genug, um so ein Tagesseminar zu füllen. Falls doch mal eine Lücke entsteht, gibt es diese praktische Website: geekspeakr.com.

Der Mädchenblog hat einen grandiosen Buchtipp - Girls to The Front - über die Riot Grrrl Bewegung, empfohlen von den Musikerinnen von Le Tigre Kathleen Hanna und Johanna Fateman.

Onyx schreibt auf Gedankensalat über unhinterfragte Sexismen.

Auf Don’t you Believe the Hype gibt es eine Zusammenfassung der Broschüre “Starke Frauen, schwerer Weg” über die Benachteiligung muslimischer Frauen in der Gesellschaft, herausgegeben vom Interkulturellen Rat in Deutschland.

Gwen Dragon macht sich auf Biblio Draconis über den so genannten gender gap – dem Unterstrich_i - Gedanken und befindet, dass das Binnen-I besser sei.

Auf DieStandard.at gibt es einen kritischen Gastbeitrag von Marina Rauchenbacher zur Frida Kahlo-Ausstellung im Wiener Bank Austria Kunstforum.

Die Stadtpiratin schreibt in ihrem Artikel “Hand aufs Herz, Lady” über Alice Schwarzer, Post-Feminismus und eine neue Weiblichkeit. Mehr zu Schwarzer und ihrem neuen Buch gibt es auf dem Theorieblog.

Zur Zeit findet die Young Media Summit in Kairo statt

Was bedeutet Bloggen in Deutschland, was in der arabischen Welt? Was können Blogger zum interkulturellen Dialog beitragen? Gibt es Gleichberechtigung beim Zugang zum Netz zwischen Männern und Frauen? 18 Blogger aus Deutschland und arabischen Ländern werden vom 2. bis 4. Oktober beim Young Media Summit 2010 in Kairo Antworten auf diese Fragen suchen.

Mit dabei sind Fräulein Tessa (flannel apparel), Annina Luzie Schmid (Girls Can Blog) und Julia Seeliger (Zeitrafferin).

Termine nach dem Sprung (weiterlesen …)

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HIV, Sexarbeit, inhaftierte Schwangere, social media, Verschleierung, Gaza, die Maus, Körper und Punk

22. Juli 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 68 von 153 der Serie Kurz notiert

Kleines Land, großes Problem: DieStandard.at berichtet über die wachsenden Probleme mit AIDS und HIV in El Salvador. Laut der Hilfsorganisation Plan International liegt der Anteil heterosexueller Übertragung inzwischen bei 77 Prozent. Vor allem das fehlende Problembewußtsein verstärke die Krise noch.

Auf altmuslimah berichtet die Fotografin Kate Orne von ihren Recherchen in pakistanischen Bordellen und dem Kampf der Sexarbeiterinnen, um ihren Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Unglaublich: NPR berichtet über inhaftierte Schwangere in den USA, die bei der Geburt hinter Gittern weiterhin gefesselt bleiben.

DieStandard.at hat die europäischen Verschleierungsverbote bzw. Pläne dazu im Überblick.

Im Gaza-Steifen dürfen Frauen künftig in Cafés keine Wasserpfeifen mehr rauchen. Unter dem Deckmantel des Gesundheitsschutzes ein weiterer Schritt hin zum konservativen „Gemeinwesen staatlich verordneter Gottesfurcht” fürchtet die Süddeutsche.

Die FAZ porträtiert die Erfinderin der Maus – Isolde Schmitt-Menzel. Obwohl die Maus bereits seit 40 Jahren über unsere Fernsehbildschirme wandert, zunächst als „Maus im Laden” dann in der „Sendung mit der Maus“, wußte das sogar an ihrer ehemaligen Hochschule bis vor kurzem kaum jemand.

DieStandard.at berichtet wie vor 40 Jahren die ersten Frauen in Wien eine Straßenbahn führen durften - unter argwöhnischer Beobachtung ihrer Kollegen.

Social media-Netzwerke werden stärker von Frauen als von Männern genutzt. Warum? Die Antwort von Jessica Fay Carter auf mashable.com lautet: Weil sie vom sozialen und kulturellen Kapital auch stärker profitieren.

Auf TheF-Bomb schreibt Danielle über ihre Erfahrungen als “’Phat’ Girl in a Skinny World“.

Wer nächste Woche Mittwoch in Berlin ist und auf feinsten Grrrl Punk steht, feiert mit AgathaRespect My Fist und Ex Best Friends in der Scharni 38 ab.


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Links: Guerrilla Girls, Fett=krank?, Djane-Kurse, sexuelle Identität im Grundgesetz schützen?

13. April 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 72 von 153 der Serie Kurz notiert

Auf freitag.de findet ihr eine Übersetzung des Textes von Chloe Angyal‘s “You’re not a feminist, but … what?”. Die Hauptaussage: Feminismus – Vollzeit oder gar nicht!

Ebenfalls auf freitag.de wird in der Politikarena die Frage gestellt: Soll Artikel 3 des Grundgesetzes auch vor Benachteiligung wegen sexueller Identität schützen?

Lust auf einen DJanes Kurs? Bei Rubinia gibt es neue Termine!

Fett ist ein feministisches Thema“: Die Korrelation zwischen Fettleibigkeit und Kranksein ist viel schwächer als die meisten Menschen glauben. Auch die JungleWorld hat dazu was zu sagen.

Feministing.com ist knackige sechs Jahre alt geworden und präsentiert den Artikel, der nicht nur die meisten Klicks einbrachte, sondern auch WalMart dazu zwang, ein paar fürchterliche Kinderwäsche-Stücke einzustampfen.

Wer sind eigentlich die Guerrilla Girls? Auf Gender Across Borders gibt es ein Interview.


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Neuigkeiten weltweit

8. April 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 71 von 153 der Serie Kurz notiert

Auf WomensRights erforscht Sarah Menkedick die Beweggründe der tschetschenischen Selbstmordattentäterinnen, die sich in der Moskauer U-Bahn in die Luft sprengten.

Rosa Werbeplakat mit einer lächelnden Frau und arabischer Schrift

Nadine Moawad ärgert sich über die stereotype Werbung einer Supermarktkette im Libanon, die eine Lotterie ausschrieb und diese mit diversen Sprüchen wie “Wenn ich eine Million gewinne, dann …” beworb. Unter dem Bild einer Frau steht: “Wenn ich eine Million gewinne, finde ich mit Sicherheit einen Ehemann”. Moawad bearbeitete die Werbung und machte daraus: “Wenn ich eine Million gewinne, werde ich eine Werbeagentur aufmachen, die Frauen nicht als Idiotinnen darstellt.”

Eine der mächtigsten Frauen der Welt ist Chanda Kochhar, die die FAZ gerade im Profil vorstellte. Als CEO der größten indischen Privatbank ICICI rät sie Frauen, auf ihrem Karriereweg nicht um Sonderbehandlung zu bitten. Und hat selbst ein Unterstützungsnetzwerk aus Eltern, Schwiegereltern und Hausangestellten.

Auf BitchMedia erklärt Jessica Yee, warum Verschleierungsverbote ein feministisches Thema sei, welches mehr in den Vordergrund gerückt werden sollte.

The Sexist: Du bist erst ein Vergewaltigungsopfer, wenn die Polizei dies bestätigt. Und wieder dabei: Vergewaltigungsentschuldigungen.

Nicht neu, aber wohl immer noch relevant: Auf gewichtsdiskriminierung.de wird aus Glenn Gaessers’ Buch “Big Fat Lies: The truth about your weight and your health” zitiert:

Über die Hälfte der Frauen zwischen 18 und 25 würde es vorziehen, von einem LKW überfahren zu werden, als dick zu sein, und zwei Drittel hätten lieber einen schlechten Charakter oder wären dumm als dick.

In Portland (Oregon, USA) wurde ein Transgender Café eröffnet, welches Transgenders die Möglichkeit gibt, Geld für eine Krankenversicherung zu verdienen.

In Portland (Maine, USA) sind rund zwei Dutzend Frauen im Rahmen des GoTopless-Tags halbnackt durch die Stadt gezogen, um für das Recht auf freien Oberkörper zu demonstrieren. Die Demonstration endete aber wohl etwas anders als geplant (via Spiegel).

Topless Parade in Portland Maine from Jared Anderson on Vimeo.


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Gebloggtes aus der deutschen Websphäre

6. März 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 78 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Letzte Woche leider durch die Lappen gegangen, aber absolut lesenswert: “Die Pille danach – ein Erlebnisbericht” auf dem mädchenblog. Auch things that hurt berichtet von ihren Erfahrungen mit der Pille danach.

Auf drei hälften konstatiert die Autorin: Der Feminismus ist tot! Anhand von verschiedenen Beispielen zählt sie auf, warum der Feminismus dennoch dringend gebraucht wird.

Die Zahlenzauberin ärgert sich über ihren Arzt, der sie wegen einer Grippe untersuchen soll und wegen ihres Gewichts ermahnt - “aber in zwanzig Jahren…” Dabei ist ihr Selbstbewusstsein in jahrelanger Arbeit erkämpft.

Antje Schrupp fragt auf twitter: “Maskulinisten kündigen an, einen Vortrag von mir per Flashmob zu stören. Was würdet Ihr machen?”

In Großbritannien wird demnächst einer der letzten Unterschiede zwischen Ehe und gleichgeschlechtlichen eingetragenen Partnerschaften fallen, denn am Dienstag beschloss das House Lords mit 95 zu 21 Stimmen die “Equality Bill” – queernews berichtete.

Auf zwischengeschlecht gibt es einen Verweis auf die Petition der Organisation Intersex International (OII) gegen Diskriminierung von Zwittern durch das Internationale Olympische Komitee (IOC).

Auf Aviva Berlin wird das Buch “Migration als Ressource. Zur Pendelmigration polnischer Frauen in Privathaushalte der Bundesrepublik” von Sigrid Metz-Göckel, Dobrochna Kalwa und Senganata Münst besprochen.

Zusammen mit anderen Kolleginnen aus der Mädchenarbeit entstand die Idee, im August mit einem Vernetzungstreffen in Marburg den Grundstein für einen bundesweiten Austausch junger feministischer Sozialpädagoginnen zu legen, wie auf beziehungsweise weiterdenken berichtet wird.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter mannschaftspost(at)web.de Bescheid.


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Alles dabei: Mode, Sport, Militär, Literatur, Sex und – noch mehr zu Sexismus im Netz

2. März 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 46 von 153 der Serie Kurz notiert

Jezebel.com berichtet darüber, dass bei der diesjährigen New York Fashion Week weniger women of color gebucht wurden, und das, obwohl der Trend in den letzten Jahren eigentlich in die andere Richtung gezeigt hatte.

Die Junge Welt bespricht das Buch “Feminismen und ›Neue Politische Generation‹” von Anne Lenz und Laura Paetau, die untersucht haben, wie in linken Gruppen genderpolitisches Handeln entsteht.

Letzte Woche hat der US-amerikanische Pentagon entschieden, dass das Marine-Verbot von Frauen in U-Booten unzulässig sei. Zur Zeit sind etwa 15% der rund 336.000 Soldat_innen der US-Marine Frauen, welche allerdings nur auf Überwasserschiffen arbeiten dürfen. GenderAcrossBoders berichtet, warum das Aufheben des Verbots ein guter Schritt wäre.

Olympia: Als die kanadische Frauen-Hockeymannschaft nach ihrem Sieg gegen die USA auf dem Eis ordentlich abfeierte (mit Bier, Champagner und Zigarren) und ein_e Fotograf_in dies festhielt, hagelte es Kritik. Nun fragt man sich auf broadsheet, ob sich die Kritiker_innen über das unsportliche Verhalten aufregen oder eher darüber, dass die Damen hier so ganz und gar nicht lady-like mit Bier und Zigarren protzen.

Vor einiger Zeit verwiesen wir auf einen Artikel aus der Spiegel-Reihe über Abstinenz-Aktivistinnen an US-amerikanischen Unis, die angeblich für den “echten Feminismus” einstehen. In einem anderen Artikel wurde auch eine Kritikerin dieser Abstinenzbewegung genannt: Die Soziologiestudentin Lena Chen. Diese freut sich zwar auf ihrem Blog Sex and the Ivy über ihr deutsches Debüt, aber nicht darüber, dass sie im Artikel auf ihren Minirock reduziert wird. Dabei trug sie noch nicht mal einen.

Die Kontextschmiede reiht sich in die Diskussion um Frauenfeindlichkeit im Netz ein und stellt die Frage: “Wozu noch Feminismus in Blogs? Eine Frage der Perspektive“. Schlußfolgerung: Die Blogger_innen-Szene braucht mehr Diversität und Vernetzung - insbesondere auch unter Frauen. Ein Kommentar zum Text der Kontextschmiede folgte flugs auf der Medienelite.

Auf Aviva-Berlin gibt es einen Aufruf an alle kurvigen Damen:

Für Frauen, die nicht den Magermodels-Maßen entsprechen und Spaß an Mode haben. Für den sheego Fashion Kalender 2011 sucht das Label Frauen ab Konfektionsgröße 40, die “Ausstrahlung, Weiblichkeit….., Erotik und Charisma” verkörpern. Einsendeschluss 30.04.2010


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