Wüste Erlebnisse

21. Mai 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 103 von 103 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

Wüst(e)s Leben
Wüst(e)s Rheuma

Wie heißt du?
Bea Wüst

Seit wann bloggst du?
Seit Mai 2009.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen, worüber schreibst du?
Ich habe angefangen zu bloggen nachdem mir immer wieder die schrägsten Sachen passiert sind und eine Freundin meinte, die dürfe ich der Welt nicht vorenthalten. So kam mein Hauptblog Wüst(e)s Leben auf die Welt, in dem ich, wie der Name schon sagt, aus meinem manchmal mehr, manchmal weniger wüsten Leben berichte.

Ein Ableger dieses Blogs ist Wüst(e)s Rheuma. Ich habe ihn von meinem “Hauptblog” getrennt, weil ich mit diesem Blog hauptsächlich Menschen erreichen will, die in der gleichen oder einer ähnlichen Situation sind wie ich. Dort berichte ich über meine Erfahrungen und Erlebnisse, die mit meiner Erkrankung zu tun haben.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Puh, das ist schwierig zu beantworten. Das beste ist wahrscheinlich, dass ich viele liebe Menschen nicht kennen gelernt hätte, viele lustige, interessante und lehrreiche virtuelle Begegnungen nicht gehabt hätte. Das Internet ist meine Tür zur Außenwelt und ohne diese Tür wäre mein Leben um einiges ärmer.

Wovon braucht das Internet mehr:
Das wovon auch die Welt mehr braucht: Offenheit und Ehrlichkeit.

Frauen* im Web haben…
… oft mehr Mut ihre Meinung offen und ehrlich zu sagen als im realen Leben.

Deine tägliche Web-Lektüre:
Als erstes immer Facebook. Danach ein paar meiner Lieblingsblogs, unter anderem Dornröschen holt die Heckenschere, Ich und Frau Schmitt und Stevielettland.

Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.


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Haarblog: Identität, Selbstfindung und Individualität

10. Mai 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 102 von 103 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

aniversum

Wie heißt du?
Mein Name ist Ani, im www findet man mich unter Aniversum.

Seit wann bloggst du?
Ich blogge seit mittlerweile einem Jahr.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Schreiben war immer schon eine Leidenschaft von mir. Ich habe schon als Kind Kurzgeschichten und Gedichte geschrieben. Die Idee einen Blog zu starten hatte ich schon etwas länger, aber ich wusste nicht so genau, worüber ich schreiben sollte. Als ich festgestellt habe, dass es zu meinem Thema kaum Info auf deutsch gibt, wusste ich, dass es Zeit war meinen Blog zu starten.

Worüber schreibst du?
Ich schreibe über die Pflege von naturkrausem und lockigem Haar. Auf den ersten Blick wirkt das Thema sehr banal, aber wenn man sich ein bisschen damit beschäftigt, merkt man gleich, wie sehr damit die Themen Identität, Selbstfindung und Individualität verbunden sind.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Ohne Internet hätte ich im letzten Jahr nicht so viele tolle Menschen kennegelernt.

Wovon braucht das Internet mehr:
Das Internet braucht mehr von Freidenkern. Menschen die keine Angst haben, ihre Meinung zu vertreten, die aber auch anderen Raum für ihre Ansichten lassen.

Frauen* im Web haben…
sich einen Raum geschaffen, in dem sie ihre Individualität, Können und Talente mit anderen teilen können.

Deine tägliche Web-Lektüre:
Oje, dass sind so viele! Ich bin eine extreme Leseratte. Am liebsten bin ich auf Twitter, da finde ich bekommt man sehr viel Infos und kann sich dann auf die Themen, die einem am meisten interessieren, konzentrieren.

Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.


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Eine Stimme gegen das Schweigen

30. April 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 101 von 103 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

Mutismus Blog
Auch auf facebook und bloglovin.

Wie heißt du?
Sab

Seit wann bloggst du?
Gefühlt schon eine Ewigkeit und ich glaube meinen ersten richtigen Blog habe ich 2005 begonnen. Danach folgten dann ein paar weitere, bei verschiedenen Anbietern, bis ich 2009 den Mutismusblog angefangen habe. Und vorher habe ich eigentlich auch schon „Tagebuch“ im Internet geschrieben. Auf einer selbstgebastelten Homepage. Das müsste 2003/2004 gewesen sein.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Anfangs eigentlich nur, um meine Gedanken aufzuschreiben. Ich konnte aufgrund meiner „Krankheit“ selektiven Mutismus im realen Leben nicht sprechen und fand es deswegen toll das Internet mit meinen Gedanken zu füllen und so mit Menschen (über die Kommentare) in Kontakt zu kommen und zu „reden“, weil mir das Schreiben schon immer leicht fiel und Spaß machte. Den Mutismusblog habe ich dann angefangen, weil ich zum einen das Thema Mutismus etwas bekannter machen wollte, damit es bei anderen Betroffenen früher erkannt und somit besser und schneller therapiert werden kann. Und zum anderen, weil ich zeigen wollte, wie das ist, wenn man organtechnisch eigentlich sprechen kann, es dann aber doch nicht funktioniert und man sich deswegen irgendwie stumm fühlt. (weiterlesen …)


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„Mich interessiert, was die Menschen bewegt“

19. April 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 100 von 103 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

anders-anziehen
Auch auf twitter und facebook.

Wie heißt du?
Smilla Dankert

Seit wann bloggst du?
Seit Herbst 2009.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Die Idee zu meinem Blog hatte ich schon eine ganze Weile, aber mir hat immer die Zeit gefehlt und auch der Mut endlich anzufangen. Eines Tages hab ich dann beschlossen einfach loszulegen, und mich nicht mehr beirren zu lassen von meinen eigenen Zweifeln.

Worüber schreibst du?
In meinem Blog geht es um Menschen. Ich fotografiere und portraitiere Menschen, die ich auf der Strasse anspreche, die mir auffallen und mich interessieren. Zu den Fotos schreibe ich dann einen kurzen Text, eine Art Gedächtnisprotokoll. Einige Menschen erzählen mir direkt etwas aus ihrem Leben, anderen stelle ich Fragen; ganz so wie es sich entwickelt. Mich interessiert, was die Menschen bewegt, was sie tun und warum sie es tun. Dabei bin ich immer wieder verblüfft über die Dinge die ich erfahre. Einiges recherchiere ich später, wenn Themen mich interessieren oder bestimmte inhaltliche Bezüge, die ich interessant finde. Mir fällt immer wieder auf, dass auch Themen, zu denen ich sonst eher wenig Zugang hätte, mich plötzlich interessieren, wenn ich sie von Menschen nahegebracht bekomme, die aus einem persönlichen Blickwinkel darüber berichten. Das versuche ich dann in meinem Blog weiterzugeben. (weiterlesen …)


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Eisenhartes Bloggen

9. April 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 99 von 103 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

antischokke
Auch auf twitter, soup.io, Google+, identi.ca.

Wie heißt du?
antischokke.

Seit wann bloggst du?
Das Blog hab ich im Juni 2006 aufgesetzt, die ersten Beiträge sind von September 2006.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Damals saß ich mit meiner Freundin Britta zusammen, um für die nächsten Klausuren zu lernen und auf einmal war es da (Prokrastination war in meinem Kulturkreis noch nicht erfunden): Zack! Ich wollte endlich auch mal was ins Internet schreiben und war ganz entzückt bis aufgeregt darüber, wie elegant und einfach das mit so einem eigenen Blog geht. Mein erster Plan war, darin unter anderem das Entstehen meiner Diplomarbeit zu begleiten und meine Thesen für und gegen die Verwendung von Creative-Commons-Lizenzen zu diskutieren.

Worüber schreibst du?
Über mich. Und über alles, was mich interessiert oder begeistert oder empört. Über Freie Lizenzen und Freies Wissen. Über Netzpolitik und Netzkultur, über mein G8-Verfahren und die Iron Blogger Berlin. Einen Themenfokus oder ein Konzept gibt es nicht. Ich überlege immer wieder, ob ich dort auch einzelne Schnipsel (Videos, Musik, Zitate, Links) poste oder nur selbst geschriebenes, habe den 7. Weg aber noch nicht gefunden. (weiterlesen …)


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Spiegel des Alltags: Beautyprodukte

29. März 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 98 von 103 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

beautyjagd
Auch auf Facebook, Bloglovin und @beautyjagd.

Wie heißt du?
Julia Keith, im Web Julie, der Blog heißt Beautyjagd.

Seit wann bloggst du?
Seit November 2010.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Worüber schreibst du?
Auf Beautyjagd geht es um dekorative und pflegende Kosmetik aus dem In- und Ausland, der Schwerpunkt liegt dabei eindeutig auf Naturkosmetik. Ich schreibe Produktreviews, Shopping-Guides, über Entdeckungen auf Reisen, beleuchte die Branche oder analysiere auch mal Makeups auf historischen Gemälden.

Grundsätzlich ist mir eine kritische und möglichst unabhängige Berichterstattung wichtig, deswegen schlüssle ich z.B. zu jedem Produkt die Inhaltsstoffe auf oder recherchiere zu den Hintergründen einer Firma. Anti-Aging ist übrigens ein Begriff, der auf meinem Blog nicht vorkommt, genauso wenig interessieren mich stereotype Schönheitsvorstellungen.

Beautyjagd heißt mein Blog deswegen, weil ich wirklich eine leidenschaftliche Jägerin bin. Auf Reisen oder zu Hause, ich suche immer nach Neuheiten, limitierten Editionen oder interessanten Stücken. Ich versuche, meinen Blick möglichst offen zu halten und nicht dogmatisch zu sein, damit ich bloß nichts verpasse. Das heißt, ich besuche einen hippen Departmentstore in Paris genauso gern wie eine altmodische Drogaria in Lissabon.

Beautyprodukte sind für mich deswegen so spannend, weil sie viel über den Alltag der Menschen aussagen, manche betrachte ich auch als Kunstobjekte. Gesellschaftliche, kulturelle oder auch wirtschaftliche Phänomene fließen auf diese Weise mit in meine Texte ein. Ach ja, textlastig ist mein Blog natürlich, aber das war ja wahrscheinlich klar nach diesen Antworten. (weiterlesen …)


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Bloggen: Ich bekomme was, also gebe ich was!

19. März 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 97 von 103 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

dT ~ dieTilde { ° ° }

Wie heißt du?
Maya

Seit wann bloggst du?
Ich habe im Jahr 2004/2005 schon mal ein Blog gehabt, das aber wieder eingestellt, weil ich wegen eines Haufens Probleme einfach keine Zeit und keinen Nerven mehr dafür übrig hatte. Anfang 2011 eröffnete ich ein Blog, in dem es um mein begonnenes Fernstudium ging. Da ich das aber zur Zeit auf Eis gelegt habe, liegt das brach. Mein jetziges Blog ist in der Form erst seit November 2011 online.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Die Gründe sind vielfältig. In erster Linie aus Lust am Schreiben und weil ich meine Musikbegeisterung ins ganze Netz hinausschreien wollte. Außerdem wollte ich endlich wieder aktiv partizipieren und das Internet nicht nur passiv konsumieren. Getreu dem Motto, ich bekomme was, also gebe ich was. Es ist mir außerdem wichtig, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Ich engagiere mich im Ehrenamtssektor, aber das hat mir nicht gereicht, also wollte ich ein Sprachrohr für das Netz und das ist jetzt mein Blog.

Worüber schreibst du?

Das ist ähnlich vielfältig. Und verändert sich auch ständig. Anfangs wollte ich nur über Musik, Literatur, Kunst und die immer noch sehr tabubehaftete Krankheit Depressionen schreiben (mit der ich seit ca. 20 Jahren lebe), außerdem meine eigene Prosa veröffentlichen, die sich im stillen Kämmerlein in den letzten 20 Jahren in meinem Schreibtisch angesammelt hat.

Aber irgendwie kam’s etwas anders. (weiterlesen …)


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„Bloggen“ seit 1999!

8. März 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 96 von 103 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

Aus Liebe zur Freiheit

Wie heißt du?
Antje Schrupp

Seit wann bloggst du?
Seit mir das erste Mal jemand erzählt hat, dass man Texte und Diskussionen im Internet mit dieser neuen „Blogsoftware“ organisieren kann, das war 2006. Eigentlich habe ich zusammen mit politischen Freundinnen aber schon 1999 „gebloggt“: Wir diskutierten damals auf Mailinglisten und haben diese Debatten dann chronologisch sortiert per Hand ins Internet gestellt. Das war, nachdem wir eine feministische Flugschrift www.flugschrift.de veröffentlicht hatten und die dort aufgestellten Thesen weiter diskutieren wollten.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Als Journalistin und Politikwissenschaftlerin habe ich ja schon immer geschrieben und publiziert, und sobald es das Internet gab, habe ich meine Texte auch dort zugänglich gemacht. Ich war sofort begeistert von der Möglichkeit, direkt publizieren zu können und nicht mehr auf Redaktionen oder Universitätsstrukturen angewiesen zu sein, die ja so ihre eigenen Vorstellungen davon haben, was wichtig und unwichtig ist.

Worüber schreibst du?
Mein Blog heißt im Untertitel „Notizen zur Arbeit der sexuellen Differenz“, das heißt, mich interessiert die Frage, wie die Unterscheidung in „männlich“ und „weiblich“ alle möglichen gesellschaftlichen Themen durchzieht. Außerdem habe ich ein kleines Blog über Victoria Woodhull, eine sehr interessante US-Feministin aus dem 19. Jahrhundert, deren Biografie ich geschrieben habe. Sie war die erste Frau, die Präsidentin werden wollte, 1872. Mein neuester Blog beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Freiheit und Liebe.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Meine liebsten Internetmomente sind die, wenn mir jemand schreibt: Das habe ich ja noch nie so gesehen. Ich will nämlich weniger andere von irgendetwas überzeugen als vielmehr zum Nachdenken bringen. Ohne Internet wäre ich vermutlich auch nicht in so einen intensiven Austausch mit Männern gekommen. Denn die feministischen Netzwerke, in denen ich mich „offline“ bewege, sind zwar auch für Männer offen, aber es arbeiten dort nur wenige mit und die sind meist sowieso schon feministisch interessiert. Im Internet ist es leichter, Kontakt mit Menschen zu bekommen, denen ganz andere Themen wichtig sind, und das gefällt mir. Es hat meinen Horizont ziemlich erweitert.
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„Das Leben finden, bevor es dich einholt“

27. Februar 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 95 von 103 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

A Wonderful Dream

Wie heißt du?
Raika

Seit wann bloggst du?
Eigentlich noch gar nicht so lange – seit März 2010.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Um meinen Kopf frei zu kriegen. Oft sind mir Dinge sehr lange durch den Kopf geschwirrt und ich konnte kaum einen klaren Gedanken fassen. Manche gehen in solchen Situationen joggen, für mich hat es nur geholfen es aufzuschreiben. So kam es dazu, dass ich es einfach ins Internet schrieb. Anfangs war’s kaum öffentlich, zumindest hatte ich nicht herum erzählt, dass ich blogge.

Worüber schreibst du?
Über vieles was mich beschäftigt. Es sind immer noch die Dinge, die nicht aus meinem Kopf wollen. Trotzdem ist sehr viel Musik dazu gekommen, besonders isländische. Wenn ich die Zeit habe, mache ich Fotos und stelle diese dann auf mein Blog. Gerade erst zum Jahresanfang habe ich mit dem Project 365 begonnen, bei dem ich jeden Tag ein Foto mit einer Geschichte oder Zeilen poste, die am besten dazu passen. Ein genaues Thema habe ich nicht – der gemeinsame Nenner bin ich und ist meine Sicht auf die Welt.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Bei unserem Hochschulradio hatte ich eine Zeit lang viele Sendungen gemacht – ohne das Internet würde ich wohl heute immer noch in die Region um Mittweida senden ohne zu wissen, wie es überhaupt bei anderen ankommt. Nicht nur von Freunden habe ich Rückmeldungen bekommen, sogar neue Leute habe ich kennen gelernt, die mir schon oft geholfen haben. Die müssen eigentlich keine Rücksicht nehmen, wenn sie mich kritisieren, sie können es einfach alles frei raus sagen. Das ist schön – hoch lebe das Internet für diesen hervorragenden Backchannel!

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„Die Zen-Momente des Lebens“

16. Februar 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 94 von 103 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

Anarchistelfliege

Wie heißt du?
Im Internet Distel(fliege).

Seit wann bloggst du?
Seit Anfang 2005.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Ich hatte vorher eine Homepage ins Netz gestellt, die ich auch selbst von Hand gecoded habe. Blogs stand ich ablehnend gegenüber, weil ich fand, dass die Inhalte auf Blogs weniger gut erreichbar sind als auf herkömmlichen Homepages. Es hat mich deshalb geärgert, daß immer mehr Leute ihre Webseiten im Blogformat angeboten haben – bis ich über die unterhaltsamen und spannenden Blogs von anderen (meistens Frauen) auch Lust darauf bekam, zu bloggen. Inzwischen liegt meine Homepage brach und das Blog floriert. Allerdings haben sich auch meine Interessen und die Inhalte, über die ich schreibe, sehr verändert.

Worüber schreibst du?
Zuerst habe ich über Spiritualität, besonders Frauenspiritualität und Göttinnen, modernes Hexentum, meine Hobbies und meinen Alltag gebloggt, das war dann immer auch mit (linken, feministischen) politischen Themen verbunden. Über die Jahre hat es sich dann so entwickelt, dass ich die Hexenthemen irgendwann ausgelutscht fand oder mich einfach mehr mit Anderem beschäftigt habe. Ich fühle mich nicht weniger spirituell, aber ich muss darüber nicht mehr ständig reden. Es geht bei mir zumeist um Textilien und “Crafting”, Stricken, Spinnen, Patchwork, um sowas wie “urbane Selbstversorgung” wie Gärtnern in der Stadt oder urige Fertigkeiten wie Kochen aus Rohstoffen, Kräuter sammeln.. und öfter mal auch “urban exploring”. Einfach mein Alltag. Linke + feministische Themen kommen leider oft ein bischen zu kurz. In letzter Zeit nutze ich mein Blog, um meinen Podcast “die urbane Spinnstube” zu veröffentlichen. (weiterlesen …)


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